Rückblick auf die komische Lesebühne FREIPLANSCHER am 20.09.26
Gleich mehrere Protagonisten mussten während der dritten Auflage der komischen Lesebühne FREIPLANSCHER am 20. September ihr Leben lassen. Natürlich nur literarisch. Ohne vorherige Absprache ließen zwei der Lesegäste unter anderem mehrere Ehemänner in ihren Texten auf makabere Weise ums Leben kommen.
Peter Faszbender aus Köln las einige seine schwarzhumorigen Kurzgeschichten, in denen er Krimi und Komik auf seine ganz eigene Art verbindet. In einem Text entledigten sich Ehefrauen während eines Fußball-Länderspiels ihrer Gatten. In einem anderen entschied sich ein Lebensmüder gegen den Sprung von der Brücke und wurde stattdessen zum Mörder.
Andrea Trude, Schauspielerin und Autorin aus Köln mit Zweitberuf Rechtsanwältin, performte unter anderem einen Auszug aus ihrem One-Woman-Theaterstück „Bestellt und nicht abgeholt …“, in dem eine Ehefrau sich ihres Gatten entledigt. Ein wirklich fieser Kerl, der vom Publikum kein Mitleid erwarten durfte!
Der Dritte an diesem Vormittag war Wilko, ein Bonner Lesebühnen-Urgestein, der nach längerer Kreativ-Pause im Rüngsdorfer Kulturbad seinen Wieder-Einstand gab. Er rechnete mit dem Sommer, der angeblich schönsten Jahreszeit, ab und nahm die Bonner Beethoven-Selbstbesoffenheit aufs Korn. Ferner ließ er das Publikum an der beispielhaften Entstehung eines Textes teilhaben und demonstrierte, wie unterschiedlich die Resultate ausfallen, je nach dem, welche Substanzen die Textgenese beeinflussen.
Zum Einstieg las Moderator Lothar Schiefer einen autobiografischen Text darüber, dass man zum ersten Date keine Flatulenz fördernde Nahrung zu sich nehmen sollte.
Die vielen Lacher, der üppige Applaus und die gut gefüllte Spendenbox ließen keinen Zweifel daran, dass die Matinee dem Publikum sehr gefallen hat.
Fotos: ©Sven Althaus




















